Souveränität
eustella definiert digitale Souveränität als Kontrolle über den gesamten KI-Stack — die Modelle, die Infrastruktur und die Daten. Nicht wo etwas entwickelt wurde, sondern wer entscheidet, wie es läuft und wo deine Daten liegen.
Unsere Position
Souveränität bedeutet Kontrolle, nicht Herkunft
eustella fragt nicht, woher ein KI-Modell stammt. eustella fragt, wer es kontrolliert. Ein geschlossenes API-Modell aus Kalifornien sendet jeden Prompt, jedes Dokument und jedes Gespräch an Server außerhalb europäischer Gerichtsbarkeit. Ein Open-Source-Modell hingegen kann auf europäischer Infrastruktur gehostet, geprüft, für europäische Sprachen angepasst und bei Bedarf vollständig abgeschaltet werden.
Souveränität ist keine Flagge über einem Trainingscluster. Souveränität ist die Fähigkeit zu entscheiden, was deine KI tut, wo sie läuft, wer auf die verarbeiteten Daten zugreifen kann — und unter welchem Recht diese Daten geschützt sind.
eustella betreibt jedes Modell auf EU-basierten Servern, die von europäischen Cloud-Anbietern betrieben werden. Keine API-Aufrufe verlassen europäisches Territorium. Kein US-amerikanisches oder chinesisches Unternehmen kann den Zugang widerrufen, das Modellverhalten ändern oder Nutzerdaten abgreifen. So sieht digitale Souveränität in der Praxis aus.
Das Problem mit dem US CLOUD Act
Warum eine EU-Rechenzentrumsadresse nicht ausreicht
Viele KI-Startups behaupten, europäisch und DSGVO-konform zu sein, weil sie auf AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud in einer EU-Region hosten. Das ist irreführend. Gemäß dem US CLOUD Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act, 2018) können US-Behörden jedes in den USA ansässige Unternehmen zwingen, auf seinen Servern gespeicherte Daten herauszugeben — unabhängig davon, wo sich diese Server physisch befinden. Ein AWS-Rechenzentrum in Frankfurt unterliegt weiterhin US-amerikanischem Recht.
Das ist kein theoretisches Risiko. Der CLOUD Act wurde gezielt geschaffen, um geografische Datenschutzbestimmungen auszuhebeln. Wenn dein KI-Anbieter auf AWS, Azure oder GCP läuft, können US-Behörden auf deine Daten zugreifen — ohne europäischen Gerichtsbeschluss, ohne dein Wissen und ohne deine Zustimmung.
eustella nutzt weder AWS, noch Azure, Google Cloud oder einen anderen in den USA ansässigen Cloud-Anbieter für seine KI-Infrastruktur. eustella hostet ausschließlich bei europäischen Cloud-Anbietern — Unternehmen mit Sitz in der EU, die EU-Recht unterliegen und außerhalb der Reichweite des US CLOUD Act operieren. Europäische Server, betrieben von europäischen Unternehmen unter europäischer Gerichtsbarkeit. Nur diese Konfiguration macht DSGVO-Konformität tatsächlich durchsetzbar.
Wenn ein KI-Startup sagt „Deine Daten bleiben in Europa“, aber auf Amazon- oder Microsoft-Infrastruktur läuft, unterscheidet sich die rechtliche Realität vom Marketing. eustella ist überzeugt: Europäische Nutzer verdienen Ehrlichkeit darüber, wo ihre Daten tatsächlich liegen — und unter welchem Recht auf sie zugegriffen werden kann.
Grundphilosophie
Kontrolle, nicht Herkunft
eustella verwendet Open-Source-Modelle, die vollständig unter europäischer Kontrolle laufen. Einmal heruntergeladen, gehören diese Modelle demjenigen, der sie hostet. Sie können nicht nach Hause telefonieren, aus der Ferne aktualisiert oder von ihren Entwicklern abgeschaltet werden. eustella hostet sie in Europa, unter europäischem Recht.
Geschlossene API-Modelle funktionieren anders. Jede Anfrage wird an ein ausländisches Rechenzentrum gesendet, auf Hardware verarbeitet, die von einem ausländischen Unternehmen kontrolliert wird, und kehrt über Infrastruktur zurück, die ausländischem Recht unterliegt. Der Anbieter kann das Modell ändern, seine Sicherheitsfilter anpassen, Preise erhöhen oder den Zugang jederzeit kappen — ohne Vorankündigung und ohne Widerspruchsrecht.
eustella behandelt die Herkunft von Modellen so, wie Europa mit Energiehardware umgeht: Entscheidend ist nicht, wo ein Solarpanel hergestellt wurde, sondern wer das Netz besitzt, in das es einspeist. eustella bewertet Modelle nach Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Lizenzbedingungen — und betreibt sie dann unter vollständiger europäischer Kontrolle.
Die europäische KI-Lücke
Warum Europa pragmatisch sein muss
Europa hat jahrelang darüber debattiert, wie es eigene Foundation-Modelle bauen kann. Milliarden an öffentlichen Fördergeldern wurden angekündigt. Strategiepapiere wurden veröffentlicht. Die Ergebnisse sind bisher bescheiden. Mistral in Paris ist die bemerkenswerte Ausnahme — ein echtes europäisches Frontier-Lab. Aber ein einzelnes Labor kann die KI-Ambitionen eines ganzen Kontinents nicht allein tragen.
Unterdessen haben europäische Bürger und Unternehmen amerikanische KI im großen Stil übernommen. ChatGPT, Claude und Gemini verarbeiten jeden Monat Hunderte Millionen europäischer Anfragen. Die Daten fließen auf US-Server, trainieren US-Modelle und generieren Wert für US-Aktionäre. Europa konsumiert KI brillant, kontrolliert aber so gut wie nichts davon.
eustella sieht in dieser Abhängigkeit das eigentliche Souveränitätsrisiko — nicht in der Nationalität der Trainingsdaten eines Modells, sondern in der stillen, strukturellen Abhängigkeit von drei amerikanischen Konzernen, die bestimmen, was KI in Europa kann und was nicht. Wenn OpenAI eine Content-Richtlinie ändert, fügen sich europäische Nutzer. Wenn Anthropic einen Sicherheitsfilter anpasst, brechen europäische Workflows zusammen. Wenn Google eine API einstellt, geraten europäische Unternehmen in Hektik.
eustella existiert, weil auf ein europäisches GPT-5 zu warten keine Strategie ist. Europa braucht souveräne KI jetzt, gebaut mit den besten verfügbaren Werkzeugen — woher auch immer diese Werkzeuge stammen — und gehostet auf Infrastruktur, die genuint europäisch ist, nicht nur geografisch in Europa verortet.
Der pragmatische Weg
Wie eustella Souveränität in der Praxis umsetzt
eustella wählt die leistungsstärksten Open-Source-Modelle weltweit aus und betreibt sie auf europäischer Cloud-Infrastruktur, die von europäischen Unternehmen betrieben wird. Keine geschlossenen APIs. Keine US-Cloud-Anbieter. Keine ausländischen Datentransfers.
eustella kann jedes eingesetzte Modell prüfen — auf Bias, Zensurmuster und Sicherheitsverhalten. Geschlossene Modelle erfordern blindes Vertrauen. Offene Modelle ermöglichen Überprüfung. eustella entscheidet sich für Überprüfung.
eustella kann Modelle für europäische Sprachen, kulturellen Kontext und regulatorische Anforderungen feinabstimmen — weil eustella die Modelle kontrolliert, nicht ein ausländischer API-Anbieter.
eustella kann jedes Modell jederzeit ersetzen. Wenn morgen ein besseres Modell erscheint, kann eustella es einsetzen, ohne einen Vertrag neu zu verhandeln, eine API zu migrieren oder ein ausländisches Unternehmen um Erlaubnis zu fragen. Souveränität bedeutet, niemals eingesperrt zu sein.
The Data Layer
Your conversations & agents stay in Europe — and stay yours
Control over the models and the servers only counts if it reaches the data that flows through them. This is the third pillar of sovereignty, and the one you feel most directly: what happens to everything you type, upload, and ask.
Your data is never sold and never shared with advertisers. This is a commitment, not a setting you have to hunt down and switch off.
And it stays under your control. You can see exactly what eustella remembers about you, change it, or delete it — down to a single conversation or your entire account, at any time.
Read our Privacy PolicyLimits of Technical Sovereignty
Where sovereignty still has limits — and why we say so
eustella is an independent European company, headquartered in Vienna and not owned by any American holding. Where we have a genuine choice, we take the European one — our servers (IONOS, Scaleway), our AI inference (Verda), our document processing (Mistral), and our web search (Linkup) all run with EU companies, on EU soil, under EU law.
But total sovereignty is not yet possible for every layer of a modern app, and we would rather name the gaps than market around them. The first is the compute itself: the GPUs that run AI models are designed by American companies and fabricated in Asia — no European chip can replace them today. What eustella controls is where those chips run and who operates them: on European providers, on European soil, under European law. It is the same logic Europe applies to a power grid — what matters is who owns and operates it, not where every component was manufactured.
The second is a specific set of services that simply have no European alternative — usually because a US platform mandates them. Here are specific examples:
App-store downloads
Getting the app onto your phone at all means going through Apple’s App Store or Google Play. There is no other way to reach an iPhone, and it is how the overwhelming majority of Android users install apps.
App-store billing & card payments
Every in-app purchase has to run through Apple’s or Google’s own payment system — a platform rule that applies to every app in the world — and card payments in general flow through the international card networks. There is no European rail that replaces this end to end. Your card details go straight to the payment provider; we never see them.
Push notifications — Apple APNs & Google FCM
Delivering a notification to your phone happens at the operating-system level, through Apple or Google. No European service can reach an iPhone or Android device without them — every app on your phone is in the same position.
Logins — Apple & Google
Social sign-in goes through the provider itself: signing in with Google means going through Google. And Apple’s rules require that any app offering a third-party login like Google must also offer Sign in with Apple. You can always skip both and sign in with an email address and a password instead.
One more service is worth explaining, because it is a choice rather than a platform requirement: we also use PostHog for some product analytics. We chose it for a simple reason — even though PostHog is a US company, its software is open source, so we are never locked in and can move to a self-hosted or fully European setup whenever we decide to. Today it already runs on PostHog’s EU Cloud in Frankfurt, and the data is pseudonymous and never includes the content of your conversations.
Where we depend on these services, we keep the data to a minimum, put legal safeguards in place, and commit to switching to a European provider the moment a credible one exists. The full itemised list — every processor, what it does, and why — is public, and we mean it when we ask: if you know a European alternative we have missed, tell us.
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